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Guten Abend
Kurz ein paar Info's zu mir:
Ich erwarte Ende Oktober mein zweites Kind.
Hatte vor der Geburt meines ersten Kindes eine Brustverkleinerung und ein Problem das sich meine Plazenta nicht ablöst.
Damals habe ich versucht zu stillen aber es hat nicht so wirklich geklappt (war im Spital nicht so glücklich und hatte blöderweise kurz drauf Besuch zu Hause was auch nicht ideal war) abpumpen habe ich probiert aber habe nie eine ganze Mahlzeit zusammen gebracht. Mir wurde gesagt ich solle nur ganz vorsichtig Pumpen und nicht zu fest anstellen.
Das Problem mit der Plazentalösung wird dieses mal mit hoher Wahrscheinlichkeit auch wieder bestehen da sich heraus gestellt hat das schon meine Mutter und Grossmutter damit Probleme hatten.
Nun ist meine Überlegung wie ich das Stillen diesmal angehen möchte. Probieren will ich es auf jeden Fall. Glaube Kind an Brust hat nicht viel Sinn. Meine Überlegung war es direkt mit dem Pumpen zu beginnen und zu hoffen das es klappt. Nun hat mir jemand das Brusternährungsset empfohlen. Aber ich habe so meine Zweifel. So merkt man ja nicht ob das Kind überhaupt etwas von der Brust bekommt.
Meine Hebamme hat geraten vor dem Milcheinschuss nach Hause zu gehen um mehr Ruhe zu haben.
Soll ich auf mein Bauchgefühl hören und direkt Pumpen? Meiner Schwester ging das super...
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Hallo liebes werdendes Mami

Herzlich willkommen im Stillforum.
Schön, dass du dir bereits Gedanken über die Ernährung von deinem 2. Kind machst.

Bei einer Brustverkleinerung kommt es darauf an, wie die Schnittführung gemacht wurde und ob durch die Versetzung der Brustwarze Milchgänge und Nerven durchtrennt worden sind. Wie ist die Sensibilität der Brustwarzen? Werden nur Teile des Brustgewebes entfernt und wenige Milchgänge und Nerven durchtrennt, ist Stillen meist teils möglich. Da sich die Milchmenge nach einer Brustverkleinerung nicht voraussagen lässt, ist es wichtig, dass bei den Kleinen der Gewichtsverlauf gut überwacht wird. Auf jeden Fall ist es schön, wenn du es probieren willst. Bei jeder Schwangerschaft wird mehr Drüsengewebe aktiviert und die Brustoperation liegt auch schon wieder etwas länger zurück- Nerven brauchen Zeit, bis sie sich wieder "gefunden" haben. Eine gute Sensibilität ist für den Milchspendereflex und die Milchproduktion wichtig.

Muttermilch ist sehr wertvoll und hat viele Antikörper drin, welche dein Kind schützen. Es profitiert von jedem Milliliter! Auch wenn nicht eine ganze Mahlzeit gegeben werden kann.

Beim Abpumpen ist es wichtig, dass die richtige Grösse der Brusthaube erhältst und auf jeden Fall darf das Abpumpen nicht schmerzhaft sein. Wenn das Vacuum zu stark ist, dann musst du die Stärke reduzieren Das kann variieren- einmal verträgst du es stärker, das nächste Mal weniger stark. Höre auf dich- stärkeres Vacuum gibt nicht mehr Milch- im Gegenteil!
Wir empfehlen am Tag alle 3 Stunden abzupumpen und in der Nacht darf eine ca. 5 stündige Pause gemacht werden. Oder du pumpst nachts im Rhythmus vom Baby ab.
Hast du beim ersten Kind z. B. Stilltee getrunken?
Falls du noch mehr Informationen zum Abpumpen brauchst, darfst du dich gerne melden. z. B. Powerpumpen wäre noch eine Möglichkeit um die Muttermilch zu steigern.
Wieso meinst du, macht es nicht viel Sinn, wenn du das Neugeborene ansetzt?
Du könntest dein Kleines stillen und zusätzlich abpumpen. Wichtig ist, dass es für dich nicht zu viel wird und es für dich stimmt. Jetzt sind 2 Kinder da, welche Bedürfnisse haben und wenn du vor dem Milcheinschuss nach Hause möchtest, ist es auf jeden Fall empfehlenswert, wenn dein Partner Ferien hat oder du sonst jemanden hast, der dich in der ersten Zeit unterstützt.

Falls du das Brusternährungsset brauchen willst, ist es auf jeden Fall wichtig, dass deine Hebamme oder eine Stillberaterin dir das erklärt und zeigen kann. Mit dem Brusternährungsset wird Muttermilch oder auch Formulamilch verabreicht und das Baby darf dabei an der Brust trinken. So wird die Brust angeregt und das Baby wird belohnt, in dem es auch die Milch mit dem Schläuchlein erhält. (Ich habe allerdings auch schon Babys erlebt, welche dann nur noch vom Schläuchlein tranken- dass ist dann natürlich nicht der Sinn.)
Es braucht von der Handhabung auch etwas Übung.

Du darfst auch nach einer Nach- Curettage, wenn du gut wach bist, stillen. Die Medikamente werden so ausgewählt, dass stillen danach möglich ist.

Ich hoffe, dass ich dir etwas weiter helfen konnte.
Vielleicht macht es auch Sinn, dass du dich vor der Geburt bereits eine Stillberaterin suchst, die dich nachher unterstützt.

Ich wünsche dir noch eine gute Schwangerschaft und freue mich, wenn ich nach der Geburt etwas von dir höre.

Liebe Grüsse

Nicole
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